Gottesdienste

Gott ist gegenwärtig

An jedem Sonn-und Feiertag versammeln wir uns in der Regel um 10.00 Uhr in der Kirche und feiern Gottesdienst. Wir vertrauen darauf: Gott ist gegenwärtig. Wir nehmen Jesus beim Wort, der in Gottes Namen versprochen hat: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ ( Matthäus  18,20 ) Gott, der ewig treue, sucht Beziehung zu seinen Geschöpfen. Er hat sich offenbart und begegnet uns jeden Tag neu. Er ist nahe mit seinem Geist und seiner Gnade. Das ist sein Gottes-Dienst.

Lasset uns anbeten

Gott, der menschenfreundliche, erwartet Antwort und Hingabe, unser menschliches Ja zu seinem göttlichen Ja. Er ruft Menschen aus Gottesferne und Schuld und führt sie zur Anerkennung und zur Anbetung seiner unaussprechlichen Liebe. Das ist unser Gottes-Dienst.

Und in Ehrfurcht vor ihn treten

Was wir erleben, hören und sehen, weist über das Sichtbare hinaus. In zuversichtlichem Vertrauen wenden wir uns Gott zu, ohne uns zu verstellen. Er nimmt uns auf in die Macht seines Friedens: geborgen in seiner Nähe, geleitet durch sein Wort, gestärkt mit neuer Kraft, ermutigt zum Leben aus ihm.

Gott ist gegenwärtig
Lasset uns anbeten
und in Ehrfurcht vor ihn treten.

Gott ist in der Mitte.
Alles in uns schweige
und sich innigst vor ihm beuge.

Lass mich dir für und für
trachten zu gefallen,
liebster Gott in allem.

Gerhard Tersteegen  Ev. Gesangbuch 165, 1.4

Wie wir Gottesdienst feiern

In jedem Gottesdienst gehen wir einen „Weg“. Vier Schritte, die sich im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet haben, kennzeichnen die Grundform des christlichen Gottesdienstes:

Eröffnung und Anrufung

Gott lädt uns ein. Wir unterbrechen den gewohnten Lauf der Tage und versammeln uns im Namen Jesu zu seiner Gemeinde. Wir sammeln uns und werden still, wir öffnen uns und richten uns in Lied und Gebet auf Gott aus. Unser Leben sehen wir in neuem Licht.

Verkündigung und Bekenntnis

Gotteswort in Menschenmund: Erfahrungen des Volkes Israel, Jesu Gleichnisse und Heilungen, sein Tod und seine Auferstehung, die Weisungen der Apostel. Darin spricht Gott uns an. Wir hören Gebot und Verheißung als seine gute Nachricht, die wir uns selber nicht sagen können. Sein Wort wird zur Orientierung und Kraft. Im gemeinsamen Bekenntnis stimmen wir dem zu, was Gott getan hat, und fassen in Worte, was er für uns bedeutet.

Abendmahl

Gottes Heil in Brot und Wein: Jesu Hingabe als Gabe für die Welt. An seinem Tisch wird uns Vergebung der Schuld zuteil. Wir erfahren versöhnte Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Wir preisen Gottes Güte und feiern das Fest der Hoffnung auf den kommenden Frieden.

Fürbitte und Sendung

Gott achtet auf alle. Wir sind betroffen von den Nöten und Leiden der Menschen. Wir rufen zu Gott um Erbarmen und Hilfe für alle Völker und Menschen, um Gerechtigkeit und Frieden in Kirche und Welt. Die Kraft des Segens trägt und begleitet uns, damit wir in Verantwortung und Nächstenliebe das Empfangene weitergeben im Gottesdienst des Alltags.

Losung für Mittwoch, den 22. Februar 2012

Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.

Psalm 116,8

Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn.

Matthäus 14,29-31

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