Erntedank
Unsere Kirche erstrahlt an diesem Tag im bunten Schmuck: Korngarben, Brote, Obst in Hülle und Fülle, Säfte, Marmeladengläser und vieles mehr werden zieren den Altar. Sie zeigen Gottes Güte, von der wir leben und regen uns zum Danken an. Im Kleinen Katechismus legt Martin Luther die Bitte ums tägliche Brot so aus: “Gott gibt das tägliche Brot auch ohne unsere Bitte allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er’s uns erkennen lasse und wir mit Danksagung empfangen unser tägliches Brot.”
Matthias Claudius bringt in seinem Lied “Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land” (Evangelisches Gesangbuch 508) schön den Sinn des Erntedanktages zum Ausdruck. Wir blicken auf die Ernte des Jahres und danken Gott, dass er der Arbeit unserer Hände Segen und Gedeihen gegeben hat.
Das Erntedankfest kann zu einem Anlass werden, an dem der Mensch innehält und mit Dank und Freude wahrnimmt, was ihm – einfach so und ohne eigenen Verdienst – geschenkt wird: von anderen Menschen und von Gott.
Die Kollekte und der Erlös unseres Gemeinde-Essens – traditionell ein Eintopf aus Erntegaben - kommt den Hungernden in der Welt zugute
1773 erließ der preußische König Friedrich II. einen Erlass, in dem der Erntedanktag als offizielles Fest eingeführt und auf den 1. Sonntag nach Michaelis (29.September) festgelegt wurde.
Termine der nächsten Zeit
Losung für Sonntag, den 20. Mai 2012
Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Psalm 50,23
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
1.Korinther 15,57
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