aktuelle Themen:
Der Hunger nach Profit schafft realen Hunger
Das Thema Ernährung bzw. Welternährung ist so grundlegend wie kaum ein anderes: ohne Nahrung kein Leben.
Man könnte ganz naiv annehmen in Zeiten der unzähligen technischen Errungenschaften der Menschheit, sollte die Ernährung aller Menschen weltweit eine selbstverständliche Sache sein. Die Realität sieht – wie wir alle wissen – ganz anders aus. Weltweit hungern mehr als 900 Millionen Menschen. Drei Viertel der Hungernden leben in ländlichen Gebieten, wo Lebensmittel produziert werden und die Versorgung eigentlich gesichert sein sollte. Dass dem nicht so ist, hat vielfältige Ursachen u. a. das globale Agrarhandelssystem, das auf Profitmaximierung um jeden Preis ausgerichtet ist, unser Konsumverhalten und vieles mehr. (nach: Newsletter Eine Welt Internet Konferenz, Ausgabe November 2010)
In diesem Newsletter (unter: www.globaleslernen.de/coremedia/generator/ewik/de/Newsletter/) finden sich zahlreiche Informationen zum Thema.
Im Einzelnen sind dies folgende Themen:
Landraub: www.fian.de/online/
Der globale Ausverkauf von Ackerland” beschreibt nicht nur, was unter dem Begriff “Landgrabbing” zu verstehen ist, sondern verdeutlicht auch, wie die Bevölkerung in Entwicklungsländern durch Agrarprojekte ihrer Lebensgrundlage beraubt wird und welche Akteure dafür verantwortlich sind.
niemand i(s)st für sich allein: www.brot-fuer-die-welt.de/ernaehrung/4431_DEU_HTML.php
Die Kampagne informiert über die Zusammenhänge zwischen unseren Konsumgewohnheiten, der globalen Wirtschaftslogik und der Gefährdung von Umwelt, Gesundheit und Ernährungssicherheit im Süden und im Norden.
Wer is(s)t fair?: www.duh.de/nachhaltige_ernaehrung.html
Hoher Fleischkonsum belastet nicht nur die Gesundheit in den Industrieländern, sondern zerstört indirekt die Landwirtschaft und die verbliebenen Regenwaldgebiete in Ländern des Südens.
Wir haben genug – Ernährungskampagne:
www.mission-einewelt.de/index.php?id=935&L=ehmlbpda
Mission EineWelt möchte mit der Kampagne “Wir haben genug” auf die ungerechte Verteilung von Nahrung aufmerksam machen.
Öko + Fair ernährt mehr!: www.oekoplusfair.de/
Die Kampagne setzt sich für zukunftsfähige Welternährung ein.
Freie Saat statt tote Ernte!: www.freie-saat.de/
Mit gentechnischen Verfahren wollen Saatgutkonzerne Pflanzen unfruchtbar machen und damit verhindern, dass Landwirte einen Teil ihrer Ernte als Saatgut für das folgende Jahr verwenden.
Foodwatch: http://foodwatch.de/kampagnen__themen/welternaehrungskrise/index_ger.html
Foodwatch hat es sich zur Aufgabe gemacht, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Lebensmittel im Sinne der Verbraucher/-innen zu ändern.
Videos:
Hunger & Wut, Warum die Welternährungskrise kein Zufall ist (je ca. 10 Minuten; PHOENIX)
Teil 1: www.youtube.com/watch?v=J1L3u3kKudY
Teil 2: www.youtube.com/watch?v=jPgbD7TkLso&NR=1
Teil 3: www.youtube.com/watch?v=H9llZHAhzbk&NR=1
Teil 4: www.youtube.com/watch?v=SgSotqiQp4M&NR=1
Teil 5: www.youtube.com/watch?v=Wsq-KbF9Pw8&NR=1 (ca. 5 Minuten)
Mode und Ethik
„Immer mehr Menschen interessieren sich für die Herstellungsbedingungen der Produkte, die sie kaufen und die Nachfrage nach ethisch produzierter Mode wächst.
Gleichzeitig gibt es bei Kleidung eine Vielzahl von Umwelt- und Sozialstandards, Kennzeichen und Siegeln mit sehr unterschiedlichem Niveau, die für Kundinnen und Kunden kaum noch überschaubar ist.“ (Südzeit, Oktober 2010, Nr. 47, Seite 13)
Herzlichen Dank an den Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) (http://www.deab.de/) für den „Schwerpunkt: Mode und Ethik“ in SÜDZEIT Nr. 47 vom Oktober 2010 mit den sehr differenzierten Artikeln und Internetlinks.
Zur Ethik der Kleidungsproduktion
Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.sauberekleidung.de/
- Informationen über die Geschäftspraktiken verschiedener Konzerne: http://www.ci-romero.de/de/ccc_konzerne/
Zur Vertrauenswürdigkeit der Siegel und Labels
Informationen zu verschiedenen Siegeln und Labeln: http://www.label-online.de/
- Grüne Mode (umfangreiche Blogs zu Öko-Kleidung): http://www.kirstenbrodde.de/
Ethisch verträgliche Kleidung/Bezugsquellen (Auszug)
EcoCarrots: http://eco-carrots.de/
- Glücksstoff: http://www.glücksstoff.de/
- Greenality: http://www.greenality.de/
- Armedangels: http://www.armedangels.de/
- G T B Good True Beautiful: http://goodtruebeautiful.de/relaunch/index.html
- Hess-Natur: http://www.hess-natur.de
- Monkee-Clothing: http://www.monkeeclothing.com/
- True-Fashion: http://www.true-fashion.com/
- Waliki (exklusive Alpakamode): http://www.waliki.de/
- Zündstoff Global Streetwear: http://www.zuendstoff-clothing.de/de
Altkleidung
Altkleider-Verwertung: http://www.fairwertung.de/
Kurzfilme zum Thema:
“Saubere Kleidung”:
Schön! Färber! (Saubere Kleidung) (ca. 3 min.) : http://www.youtube.com/watch?v=2JomPtm00yU
Wer macht die Kleider? Fairer Handel mit Textilen (Österreich) (ca. 8 min.): http://www.youtube.com/watch?v=3_puIwEVQWs&feature=related
Der Weg einer Jeans (2009) (ca. 2 min.): http://www.youtube.com/watch?v=sPVZxCZwDK4&feature=related
Bekleidungs-Kooperative in Nicaragua (ca. 3 min.): http://www.youtube.com/watch?v=qYRtFzMGhwc
Glücksstoff (Alternative aus Baden-Württemberg) (ca. 2 min.): http://www.youtube.com/watch?v=ItIXJWIRb18
“Grüner” Klamotteneinkauf (ca. 4 min.): http://www.youtube.com/watch?v=6jCM3dWlbgQ
Öko-Mode: Tue Gutes und sehe gut dabei aus (ca. 4 min.): http://www.youtube.com/watch?v=WarH0AcHfhE&feature=related
FairTrade u.a.:
FairTrade: http://www.label-online.de/videoclip-voll-korrekt/videoclip-voll-korrekt2
FairTrade (Österreich): http://www.youtube.com/watch?v=qBhqteDqdHw&feature=related
Die Rechnung – (Klimawandel, CO2-Emissionen): http://www.youtube.com/watch?v=EmirohM3hac&NR=1
Wir ernten was wir säen
“Die Internetplattform „wir-ernten-was-wir saeen.de“ will Fragen der nachhaltigen Entwicklung insbesondere für Jugendliche verständlich aufbereiten und eine Plattform für Meinungsaustausch und Diskussion bieten. Die Website versteht sich als Angebot an selbstbewusste, mündige Jugendliche, die sich ein eigenes Urteil bilden und sich mit anderen austauschen wollen. Die Redaktion arbeitet unabhängig und ist an keine Weisungen gebunden. Die Internet-Plattform „wir-ernten-was-wir saeen.de“ wird gefördert durch die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg.
Faire Bälle für faire Spiele!
Wussten Sie schon….
dass 70% aller Fußbälle weltweit in der pakistanischen Stadt Sialkot hergestellt werden? Dort werden etwa 40 Millionen Bälle von Hand aus jeweils 32 Waben genäht. Ein/e Näher/in bekommt 51 Cent pro Ball und schafft maximal 3 Bälle an einem Tag.
Noch vor wenigen Jahren war jede/r dritte Näher/in jünger als 15 Jahre. Inzwischen ist die Arbeit für Kinder in der Fußballbrache abgeschafft, aber durch die niedrigen Löhne der Eltern reicht das Einkommen nicht fürs Überleben und zwingt Kinder, in anderen Branchen Geld für den Familienunterhalt zu verdienen. (z.B. Teppichherstellung, Ziegeleien, Autowerkstätten). Damit wird ein Schulbesuch der Kinder nicht mehr möglich.
Damit sich das ändert, gibt es Bemühungen für gerechtere Arbeitsbedingungen zu sorgen.
Seit 1998 besteht z.B. ein Abkommen zwischen dem gepa Fair Handelshaus und der pakistanischen Firma Talon Sports. Diese Firma hat sich zu folgendem verpflichtet:
- höhere Stücklöhne pro Ball
- keine Kinderarbeit
- Einrichtung eines Dorfentwicklungsfonds für die Vergabe von Kleinkrediten zur
- Existenzgründung und
- Unterstützung der medizinischen Versorgung
- Einrichtung von Nähzentren für Frauen, die im islamisch geprägten Pakistan nicht mit Männern zusammenarbeiten dürfen
Und wann ist ein Ball „fair“?
Wenn Bälle mit dem FairTrade-Siegel ausgezeichnet sind, kann man sich darauf verlassen, dass sie unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.
Wo kann man „faire“ Bälle kaufen?
- in manchen Kaufhäuser
- in allen Eine-Welt-Läden
- beim gepa Fair Handelshaus
Wenn Sie noch mehr darüber erfahren möchten finden Sie unter www.transfair.org/produzenten (unter Sportbälle) noch weiter Informationen.
Faire Bälle für faire Spiele!
Der ökologische Fußabdruck – Das Footprint-Konzept
Alle natürlichen Rohstoffe, die wir zum Essen, Wohnen, Reisen, etc. verbrauchen, benötigen Platz zum Nachwachsen auf unserem Planeten. Ebenso braucht die Natur Ressourcen, um unsere Abfälle abzubauen (z.B. Wälder, um das CO2 zu binden). Der ökologische Fußabdruck macht diesen Flächenbedarf deutlich und vermittelt ein verständliches Bild der ökologischen Grenzen unseres Planeten.
Wie viele Planeten von der Qualität der Erde wären nötig, wenn alle 6,7 Milliarden Menschen die gleiche Ressourcenmenge verbrauchen würden, wie Sie?
Footprint – der Ökologische Fußabdruck kann diese Fragen beantworten.
Das Rechenmodell „Footprint“ wurde Anfang der 90er Jahre von den Wissenschaftlern William Rees und Mathis Wackernagel entwickelt. Sie haben Footprint als Maßstab für den globalen Ressourcenverbrauch vorgeschlagen.
Ihre Forschungsfrage lautete: Wie viel Fläche beanspruchen wir, wie viel haben wir zur Verfügung?
Der Ökologische Fußabdruck einer Person, eines Landes wird in Global Hektar (1 gha = 10.000 m²) gemessen. Je größer der Footprint, desto stärker wird die Umwelt beansprucht.
Dem Footprint (Flächenbedarf) ist die Biokapazität einer Region gegenüberzustellen, das ist die Fähigkeit der Natur, Rohstoffe auf- und Schadstoffe abzubauen.
Finden Sie hier heraus, wie groß Ihr persönlicher „Ökologischer Fußabdruck“ ist!
Unter http://www.mein-fussabdruck.at/ können Sie sich ihren persönlichen Fußabdruck berechnen lassen.
Termine der nächsten Zeit
Losung für Sonntag, den 20. Mai 2012
Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Psalm 50,23
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
1.Korinther 15,57
© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden sie hier