Klimafasten- soviel du brauchst


Traditionell ist die Fastenzeit im Alltagsleben geprägt durch Verzicht auf
Fleisch oder Genussmittel. Heute erleben wir Fasten immer häufiger in Zusammenhang
mit Zeit für positive Veränderungen und neuen Erfahrungen.
Christ:innen nutzen die Fastenzeit z.B. um den Umkehr-Gedanken auf ihr
Leben zu übertragen. Oder sie nutzen das Fasten, wie Gott es liebt, um
mit gelebter Solidarität zu teilen. Neue Erfahrungen und Erkenntnisse aus
dieser Zeit setzen Gedanken frei und motivieren zu anderen Verhaltensweisen
und positiver Veränderung.
Wie notwendig Veränderungen sind, macht auch der Klimawandel deutlich.
Die Erhitzung der Erde wird immer spürbarer, klimafreundliche Techniken
und anderes Verhalten werden immer wichtiger. Die Situation verschärft
sich, durch den Anstieg der Preise für Energie und fossile Rohstoffe,
ausgelöst u.a. durch den Krieg in der Ukraine. Wir müssen als Gesellschaft
zusammenhalten und zugleich die Menschen unterstützen, die am wenigsten
zur Klima krise beigetragen haben, aber am meisten darunter leiden.

Mit der diesjährigen Fastenaktion, in den sieben Wochen von Aschermittwoch
bis Ostern, laden wir Sie dazu ein, mitzumachen und Teil zu haben an einer Gemeinschaft,
die sich für Klimaschutz einsetzt. Diese Broschüre gibt Ihnen Beispiele
für positive Veränderungen. Lassen Sie sich inspirieren und übernehmen Sie neue
Verhaltensweisen in Ihren Alltag. Ganz nach dem Motto: „So viel du brauchst….“.
Wir nehmen uns Zeit….
z um Energie wertzuschätzen
z für die Dinge, die wir (ver)brauchen
z für einen Blick auf unseren Flächenverbrauch
z um mal anders mobil zu sein
z für eine effizientere und ökologisch bessere Beleuchtung
z für Biodiversität
z zum Glücklichsein

Ökumenisches Friedensgebet

In der ev. Kirche findet jeden Freitag um 18.00 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet statt. Die 4 im Ort ansässigen Kirchengemeinden gestalten das Friedensgebet im Wechsel.


Wort der vier Bischöfe in Baden-Württemberg zum Kriegsbeginn in der Ukraine

Mit Entsetzen erleben wir die russischen Angriffe auf die Ukraine. Sie sind ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und gefährden das Leben vieler Menschen. Krieg und Waffengewalt sind keine Lösung für Probleme, sondern werden das Leid und das Unrecht nur vergrößern. Wir rufen die russische Re-gierung auf, den Angriff zu stoppen und an den Verhandlungstisch umzukeh-ren.

Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Menschen in der Ukraine, die an Leib und Leben bedroht sind. Der Krieg trifft eine ohnehin schon notlei-dende und schwer traumatisierte Bevölkerung. Schon jetzt waren 3 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nun wird die Zahl noch einmal steigen; viele werden ihre Sicherheit und ihr Zuhause verlieren.

Wir fühlen uns den Kirchen in der Region im Geist der Liebe Christi verbunden und bitten sie, jeweils in ihren Ländern alles dafür zu tun, um zu einer schnel-len Waffenruhe und zu einer Verständigung zu kommen. Der Friede beginnt in den Köpfen und Herzen der Menschen. Jeder und jede von uns ist von Jesus Christus gerufen, Frieden zu stiften.

Wir rufen unsere Gemeinden auf, nicht nachzulassen im Gebet für den Frie-den. Viele Menschen aus der Region leben in unserem Land. Wir bitten Sie: Gehen Sie auf die Menschen zu und suchen Sie das Gespräch. Laden Sie ein zum gemeinsamen Gebet für den Frieden. 2

Wir unterstützen die Arbeit der kirchlichen Hilfswerke in der Region, die das Ihre tun, um insbesondere den Menschen, die fliehen müssen, beizustehen.

Trotz aller Eskalation vertrauen wir darauf, dass der Friede Gottes stärker ist als alles Machtstreben und alle Gewalt der Menschen. Deshalb rufen wir zu Gott: „Verleih uns Frieden gnädiglich!“

Ihre vier Bischöfe in Baden-Württemberg

Erzbischof Stephan Burger

Bischof Dr. Gebhard Fürst

Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July